Ricky Hayman ist Programmchef eines mittelmäßigen Shopping-TV-Senders und sitzt in der Klemme. Denn niemand will das Zeug kaufen, das da rund um die Uhr feilgeboten wird. Zusammen mit seiner Kollegin Kate hat er nun zwei Wochen Zeit, die Karre aus dem Dreck zu ziehen; anderenfalls ist er seinen Job los. Da läuft ihm durch Zufall der merkwürdige "G" über den Weg. Der hat ein so einnehmendes Wesen, daß Ricky schließlich das Wagnis eingeht, ihn zum Moderator seiner bescheuerten Verkaufssendung zu machen. Die erste Sendung endet damit, dass "G" die Dekoration mit einer Kettensäge zerlegt und dazu Sprüche von den wahren Werten des Lebens ablässt. Das finden alle ganz toll... und kaufen! Die Sendung wird ein Hit...

Regisseur Stephen Herek bemüht sich, dem zähen Drehbuch durch flotte Musik und schnelle Schnitte Leben einzuhauchen, aber das fruchtet nichts. Es dauert ewig, bis die Handlung in Gang kommt, und auch dann bleiben zündende Ideen Mangelware. Das lässt zwar zum Glück den anstrengenden Fäkalhumor à la "Der verrückte Professor" vermissen. Auch die Darsteller sind prinzipiell okay: Murphy nervt nicht so wie sonst, Jeff Goldblum und Kelly Preston mühen sich redlich, ihren Rollen Persönlichkeit zu geben. Das aber hilft nichts, wenn eine Komödie einfach nicht lustig ist. Wenn Morgan Fairchild unter Strom gesetzt wird und dabei comichaft das Gesicht verzieht (Computertrick), ist das beispielsweise nur ein Stilbruch, aber nicht witzig. Wenn Murphy mit der Kettensäge einen Tisch durchsägt, wer soll darüber lachen? Und es versteht sich bei Hollywoodkomödien von selbst, daß am Ende wieder die dick aufgetragene Moral serviert wird, daß es Wichtigeres im Leben gibt als Konsum. Darauf wären wir von selbst ja nie gekommen