Schon die explosive Eröffnungsszene lässt keinen Zweifel, was dem Zuschauer bevorsteht: Hélène, mit ihrem kleinen Sohn beim Frühstück in der Küche, wird von dem plötzlich hereinstürmenden Ehemann Charles brutal gewürgt. Als der, seiner Sinne nicht mehr mächtig, auch das Kind schwer verletzt, schlägt ihn Hélène mit einem Küchengerät nieder und flieht mit dem Kind. Charles wird daraufhin von seinen Eltern aufgenommen, die in einem beharrlichen Kleinkrieg versuchen, Hélène das Sorgerecht für das Kind zu entziehen...

Die Krankheiten und kriminellen Energien, die unter der Oberfläche des wohlsituierten Bürgertums lauern, haben Claude Chabrol in seinen Filmen zu immer neuen Variationen inspiriert. Dieser Film ist ein besonders schrilles Beispiel dafür. Mit derben Szenen und grellen Bildern schuf Chabrol ein Meisterwerk.