Seit 30 Jahren ist Michel mit Marie-Claire glücklich verheiratet, führt ein bescheidenes, aber zufriedenes Leben in Marseille und engagiert sich in der Gewerkschaft. Als er Hafenarbeiter entlassen muss, kündigt er aus Solidarität selbst den Job. Davon wenig betrübt, ändert sich seine Grundhaltung erst, als zwei maskierte Männer mit Waffengewalt Michel und Marie-Claire überfallen, fesseln und ausrauben. Dann erfährt Michel auch noch, dass ein Ex-Kollege hinter der Tat steckt. Doch ihr Peiniger handelte selbst aus einer extremen Notlage ...

Dank der starken Darsteller verzeiht man den einen oder anderen inszenatorischen Mangel. Regisseur Robert Guédiguian, selbst Sohn eines Hafenarbeiters und zeitweise aktives Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs, erzählt hier - wie schon mehrere Male zuvor - eine kleine, aber feine Geschichte vom Schicksal eines liebenswerten Menschen und dessen politischem Engagement.



Foto: Arsenal