Der erfolglose Schriftsteller Nick Carraway kommt im Frühjahr 1922 nach New York und lässt sich vom unmoralischen Glamourleben schnell anstecken. Vor allem sein Nachbar, der mysteriöse Millionär und Party-Veranstalter Jay Gatsby, zieht ihn in seinen Bann. Was Nick zunächst nicht ahnt: Gatsby verfolgt mit seinem freundlichen Verhalten einen besonderen Plan. Denn er liebt immer noch Nicks verheiratete Cousine Daisy und braucht ihn, um sich ihr nähern zu können. Eine Zeit der Täuschungen und Illusionen beginnt ...

Mit dieser Neuverfilmung des Weltbestsellers von F. Scott Fitzgerald über die wilden Zwanziger hat Regisseur Baz Luhrmann vor allem eines geschaffen: ein furchtbar lärmiges Werk ohne viel Sinn und Verstand. Man kann sich kaum des Eindrucks erwehren, dass Luhrmann hier mit Videoästhetik samt Rap-Musik einen Trailer an den nächsten hängt, auf Anschlussfehler überhaupt nicht achtet, knallbunt-kitschige Computerbilder präsentiert und lediglich die Darsteller (toll: Leonardo DiCaprio in der Titelrolle) überzeugen können. Wenn sogar die relativ zähe Der große Gatsby mit Robert Redford noch ein Meisterwerk gegen Luhrmanns Vergewaltigung von Fitzgeralds Vorlage ist, sagt das einiges. "Was soll das alles?" fragt Tobey Maguire einmal im Film zu recht. Da war die Version von Der große Gatsby mit Alan Ladd eindeutig besser. Jeweils einen Oscar gab's 2014 für Kostümdesignerin Catherine Martin und das Produktionsdesign.



Foto: Warner Bros. Pictures/©2013 Bazmark Film III PTY Limited