Einst kämpfte er für die Rechte der Schwulen, verliebte sich in Miami, gründete eine Schwulengruppe in Bielefeld und war jahrelang ein erfolgreicher Unternehmer: Detlef Stoffel. Inzwischen ist Detlef 60 Jahre alt, die wilden Zeiten sind längst vorbei, mit seiner hochbetagten Mutter, die dringend auf ihn angewiesen ist, lebt er im Haus der Großeltern in Bielefeld.

Ein Mix aus Porträt und Sozialgeschichte der schwulen Bewegung in Deutschland von Stefan Westerwelle ("Solange du hier bist") und Jan Rothstein, in dem Protagonist Detlef Stoffel seine subjektive Sichtweise der Dinge zum Besten gibt. Weitaus interessanter als Stoffels Auslassungen sind die historischen Aufnahmen der Anfänge der schwulen und lesbischen Bewegung in Deutschland in den Siebzigerjahren, als gleichgeschlechtliche Liebe in Deutschland noch nicht gesellschaftsfähig war. Neben Stoffel lassen die Filmemacher Zeitzeugen wie Gustav Peter Wöhler, Lilo Wanders und Corny Littmann zu Wort kommen.



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