Der 30-jährige Matteo ist ein begabter Mathematiker, der nach dem Ende seines Studiums ein reichlich karges Leben fristet. Mit seinem besten Kumpel Francesco teilt er sich eine kleine Wohnung in Mailand, sein Job ist ziemlich unsicher, so dass er mit seinen 1000 Euro Gehalt kaum die Miete zusammenkratzen kann. Noch dazu hat sich seine Freundin von ihm abgewendet. Matteos Leben ändert sich schlagartig, als die attraktive Beatrice als neue Mitbewohnerin einzieht und die ebenso schöne wie geschäftstüchtige Angelica die Marketing-Abteilung seiner Firma übernimmt ...

Regisseur Massimo Venier eröffnet seinen ausgelassenen Liebesreigen mit einer Thematik, die besonders in Südeuropa für Unmut und mitunter Verzweiflung unter Akademikern sorgt: die hohe Arbeitslosigkeit unter den Hochschulabgängern, die diese meist jahrelang begleitet. Venier drehte nach dem gleichnamigen Internet-Roman von Alessandro Rimassa und Antonio Incorvaia, der seit seinem Erscheinen 2005 in Italien als Kultbuch gilt. Der Regisseur konzentriert sich dabei jedoch fast ausnahmslos auf die Ausgestaltung seiner Charaktere, die von ihren Darstellern ungezwungen und frisch verkörpert werden. Dabei bleibt die sozialkritische Komponente des Buches leider bis auf wenige Andeutungen auf der Strecke.



Foto: Kairos