Teenager Gunther Strobbe hat es nicht leicht: Er lebt mit seinem Vater und dessen drei Brüdern bei der Oma. Das Problem: alle Strobbes sind wahre Nichtsnutze, die lieber saufen und raufen, als zu arbeiten. Während die Oma die Jungs versorgt, vertreiben die sich lieber die Zeit mit dörflichen Großereignissen wie dem Nacktfahrradrennen, dem Dauerbiertrinken oder der Tour de France (einem gnadenlosen Saufspiel). Immer dazwischen: der 13-jährige Gunther. 20 Jahre später versucht der, sich seinen Lebensunterhalt als Schriftsteller zu verdienen ...

Felix von Groeningen machte aus dem autobiografischen Roman von Dimitri Verhulst (ein Bestseller im niederländischsprachigen Raum) eine wunderbare Bestandsaufnahme eines flämischen Alltags zwischen Suff und Wahn. Auch wenn das Werk etwas uneinheitlich wirkt, gelangen – getragen von authentisch wirkenden Laiendarstellern - wunderbare Episoden, bei denen einem teilweise das Lachen im Hals stecken bleibt.



Foto: Camino