Anfang der Sechzigerjahre führt die hübsche Mina in einem Kaff in der Normandie ein langweiliges Leben. Ihr Eheleben ist längst zur lästigen Routine geworden. Einziger Lichtblick ist ihr Sohn Tommy. Um weiterhin von einem aufregenden Leben zu träumen, sucht Mina Abwechslung im Kino. Dort lernt sie eines Tages Ingenieur Matthias kennen, der es bestens versteht, die unterdrückten Gefühle der Frau zu berühren. Doch Minas Mann - er arbeitet für Matthias - ist nicht ganz so torfig wie es scheint ...

In seiner zweiten Regiearbeit erzählt Gérard Depardieu zusammen mit Frédéric Auburtin eine triviale Ménage-à-Trois. Trotz stimmungsvoller Bilder plätschert die Geschichte - erzählt aus der Perspektive des Sohnes - unmotiviert vor sich hin. Man wartet förmlich auf den Ausbruch des gehörnten Ehemannes. Doch der bleibt immer harmlos zurückhaltend. Außerdem nimmt man den Darstellern ihre angebliche Leidenschaft überhaupt nicht ab. So bleiben nur wunderbare Bilder in einer Story wie in einem Liebesromänchen.

Foto: ARD/Degeto