Charles Berling

Einer der Großen des französischen Kinos: Charles
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Einer der Großen des französischen Kinos: Charles Berling
Charles Berling
Geboren: 30.04.1958 in Saint-Mandé (Val-de-Marne), Frankreich

Der Sohn eines Arztes debütierte im Alter von 15 Jahren am Theater und blickte bereits auf eine mehrjährige Bühnenkarriere, als er 1982 sein Kinodebüt (als Inspektor in "Meurtres à domicile") feiern konnte. Doch seine erstaunliche steile Filmkarriere begann so richtig erst Anfang der Neunzigerjahre. Inzwischen gehört der smarte Charakterdarsteller mit dem offenen Blick zur ersten Riege des französischen Kinos.

Seit 1992 spielt er mit den Großen des französichen Films, darunter: Emmanuelle Béart, Isabelle Huppert, Gérard Depardieu, Jean-Louis Trintignant, Fanny Ardant, Jean Rochefort, Miou-Miou, Michel Serrault sowie die italienische Filmschönheit Ornella Muti ("L'Inconnu de Strasbourg", 1998). Und heute ist von ihm als dem höchstbezahlten Film-Schauspieler seiner Generation in Frankreich die Rede.

Patrice Lecontes Kinoerfolg "Ridicule" (1996) gilt als sein endgültiger Durchbruch. Der Kostümfilm gefiel auch in den deutschen Kinos und zeigt Berling als verarmten Landadeligen (Ponceludon de Malavoy), der sein Glück am französischen Königshof sucht und zwischen zwei starken Frauen lavieren und sich behaupten muss. Für die Rollen des Galans, des Frauenhelds, Liebhabers oder auch des von Selbstzweifeln geplagten Partners scheint der unaufdringliche Mime für alle Beziehungskisten prädestiniert. Dafür schreckt er auch vor freizügigen Rollen wie in dem Erotikdrama "Meine Heldin" (1998) nicht zurück. Berling spielt darin einen desillusionierten Philosophie-Professor, der sich auf eine leidenschaftliche Beziehung mit einer 17-Jährigen einlässt.

Schon vier Jahre zuvor war Berling in der Dreiecksgeschichte Love etc." (1996) zu sehen. Ebenso 1997 in einer weiteren Dreierkonstellation: "Eine saubere Affäre" (1997). Berling spielt an der Seite von Miou-Miou den Betreiber einer chemischen Reinigung. Als beide einen Travestiekünstler kennen lernen und ihn bei sich aufnehmen, wird ihre Beziehung arg strapaziert. Auch "Obsession" (1997) erzählt eine dramatische Dreiecksgeschichte: Eine verheiratete Frau (Berling als ihr Gatte) zwischen zwei Männern. In dieses Genre passen weitere Filme: Noch nicht in Deutschland zu sehen war "Les destinées sentimentales" (2000). Jean (Charles Berling) und Pauline (Emmanuelle Béart) lernen sich auf einem Ball kennen. Sie zwanzig Jahre alt und er ein protestantischer Geistlicher, verheiratet und Vater einer jungen Tochter...

Unter dem Titel "Die Brücke von Ambreville" (1999) lief ein Melodram unter der Regie von Gérard Depardieu. Er selbst spielt einen bodenständigen Ehemann, dessen Frau unter seinem mangelnden Einfühlungsvermögen leidet. Das ruft Berling auf den Plan... Als Wissenschaftler (mit Bart) ist er 1987 an der Seite von Isabelle Huppert und Philippe Noiret in "Marie Curie - Forscherin mit Leidenschaft" (1997) zu sehen. Komödiantisch aus dem Rahmen fällt dagegen "Wochenende!" (2000): Drei Männer wollen im gemeinsamen Ferienhaus zu ihren Frauen und den Kindern stoßen. Doch statt der Gattinnen finden die Herren nur ihre Bälger vor. Das sorgt für reichlich Diskussionstoff unter den unfreiwilligen "Babysittern"...

Weitere Filme: "Salz auf unserer Haut" (1991), "Paare" (1992), "Zielgerade" (1994), "Paare und Geliebte" (1994), "Nelly & Monsieur Arnaud" (1995), "Wer mich liebt, nimmt den Zug" (1998), "Spuren von Blut" (2000), "Demonlover", "Kinder der Furcht", "Vater töten", "Die starken Seelen" (alle 2001), "Jean Moulin - Leben im Widerstand" (2002), "Le soleil assassiné", "Spy Bound - Agenten im Schatten" (beide 2003), "Dalida", "Permis d'aimer", "J'ai vu tuer Ben Barka", "Les murs porteurs" (alle 2005), "L' homme de sa vie", "Ich denk' an euch" (beide 2006), "Notable donc coupable" (2007), "Stilles Chaos" (2008), "Der Vorname" (2012).

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