Chartres im Juni 1940: Wenige Stunden vor dem Einmarsch der Deutschen herrscht in der Stadt allgemeines Chaos. Jean Moulin, der Präfekt von Chartres, versucht die Bevölkerung zu beruhigen. Als die Deutschen kommen, stellt er sich ihnen kalt, aber würdevoll zur Verfügung. Doch als er eine Erklärung unterschreiben soll, aus der hervorgeht, dass im Senegal Schützen der französischen Armee Gräueltaten an der Zivilbevölkerung begangen haben sollen, weigert er sich. Er wird gefoltert und inhaftiert. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch nimmt er seinen Posten erneut auf. Fünf Monate lang sorgt er dafür, dass die Gesetze der von den Deutschen gestützten Vichy-Regierung befolgt werden. Schließlich wird Moulin von der Administration Pétains entlassen. Moulin durchquert ganz Frankreich, um sich ein Bild von den jeweiligen Widerstandsbewegungen zu machen...

Jean Moulin bekleidete zwischen 1917 und 1940 verschiedene Positionen in den Präfekturen von Savoyen, dem Languedoc und der Provence. In den Jahren 1932-34 arbeitete er im Außen- und Luftfahrtministerium und wurde im Krieg zum wichtigsten Mann der französischen Résistance im besetzten Frankreich. Action-Spezialist Yves Boisset ("Der Richter, den sie 'Sheriff' nannten","Die Polizistin","Der Maulwurf") zeichnet mit diesem Porträt das Bild einen interessanten Mannes, obwohl sich die Szenen und Figuren nur teilweise auf wahren Begebenheiten beruhen. Für die entsprechende Dramatik ließ sich Boisset fiktive Elemente einfallen. Besonders gut: Hauptdarsteller Charles Berling ("Ridicule")!