Zwei Jahre lang schreibt ein jüdisches Mädchen in einem Versteck unter dem Dachboden sein Tagebuch. Anne Frank vertraut diesem Büchlein alles an und schildert die Dinge, die sie bewegen. Sie schreibt über die Beziehung zu ihren Eltern, das Erwachsen werden, über die Veränderungen, die in jenen acht Monaten vor sich gehen, während Holland von den Nationalsozialisten besetzt ist und Anne in ihrem Versteck hockt. Dort formuliert sie auch ihre Ängste: "Ich bin ein furchtbarer Feigling ... Ich glaubte, ich hätte meine Angst überwunden, ich glaubte, ich wäre schon richtig erwachsen ..."

Die Tagebuch-Aufzeichnungen der Annelies Marie Frank (1929-1945) wurden bisher in über 60 Sprachen übersetzt und sind das meist gelesene Zeugnis des Holocaust. Nach ihrer Deportation wurde die seinerzeit 15-jährige im März 1945 im KZ Bergen-Belsen ermordet. Bereits 1959 verfilmte Regisseur George Stevens mit "Das Tagebuch der Anne Frank" ihr Schicksal, später folgten Biografien wie etwa Anne Frank und zahlreiche Dokumentarfilme über das einzigartige historische Dokument des jungen Mädchens. Und auch Regisseur Boris Sagal gelang mit seinem Geschichtswerk, dass auf dem Broadway-Stück des Autorenduos Francis Goodrich und Albert Hackett, das auch das Drehbuch für dieses Werk schrieb, ein tief berührendes Drama mit Melissa Gilbert in der Hauptrolle.

Foto: ZDF/Ted Voigtlander