April 1974, Grenzübergang Helmstedt/Marienborn: Heike und Ulrich Molitor werden bei einem Fluchtversuch in den Westen gefasst. Nach ihrer Verurteilung stehen beide vor einer ausweglosen Entscheidung: Sie können mit ihrem siebenjährigen Sohn Klaus in die BRD ausreisen, ihre zweijährige Tochter Miriam aber muss in der DDR zurückbleiben und wird zur Adoption freigegeben. Verweigern die Molitors die Zwangsadoption, bleiben beide für Jahre im Gefängnis und ihnen würden beide Kinder weggenommen ...

Regisseur Friedemann Fromm nahm sich nach seinem Dreiteiler "Die Wölfe - Nichts kann uns trennen" wieder eines deutsch-deutschen Themas an und inszenierte eine herzergreifende Geschichte um das Thema Zwangsadaption, das sich so durchaus hätte abspielen können. Zum Gelingen des Geschichtsdramas trägt neben dem vorzüglichen Darstellerstab das hervorragende Script des renommierten Drehbuchautors Holger Karsten Schmidt bei, der sich in seinen Büchern schon mehrfach mit der deutsch-deutschen Geschichte auseinandergesetzt hat. Man denke nur an "Der Stich des Skorpion" und "Zwei Tage Hoffnung".

Foto: WDR/Julia Terjung