Silvester 1989: Während man sich an der Wiedervereinigung berauscht, will sich ein junges Paar in Berlin das Ja-Wort geben. Doch vorm Traualtar wird offenbar, dass die Eltern der Brautleute und deren Freunde durch eine verwickelte und tragische Vorgeschichte, die bis ins Nachkriegsjahr 1948 zurückreicht, miteinander verwoben sind. Sommer/Herbst 1948: Nach der Einführung der D-Mark im Westsektor Berlins sind die Zufahrtsstraßen zum Westteil der Stadt durch sowjetische Truppen gesperrt. Zwischen Trümmern, Stromausfällen, Ausgangssperren und Rosinenbombern lernt sich eine Gruppe Jugendlicher kennen. Unter dem Leitspruch "Nichts kann uns trennen, nicht mal der Tod" gründen sie die Jugendbande "Die Wölfe". Doch wie West und Ost, so sind auch die Berliner Trümmerkinder aufgeteilt auf die beiden Hälften der Stadt ...

Regisseur Friedemann Fromm ("Alte Freunde", "Vom Ende der Eiszeit") erzählt mit diesem packenden Dreiteiler um das Schicksal Berliner Trümmerkinder gleichzeitig drei wichtige Stationen der Nachkriegsgeschichte: Währungsreform, Die Wölfe - Zerbrochene Stadt und Die Wölfe - Hoffnung auf Glück. In der Auftaktfolge "Nichts kann uns retten", die er mit unverbrauchten Jungdarstellern besetzte, thematisiert Fromm zunächst die Entstehung der "Wölfe" und zeigt die Folgen der Währungsreform. Dabei legt er besonderes Augenmerk auf das vom Schwarzhandel geprägte Leben in der von den Alliierten besetzten Stadt. Fromm, der das Buch zusammen mit seinem Bruder Christoph ("Schlaraffenland", "Die Katze") verfasste, verarbeitete in seiner Regiearbeit auch authentisches Filmmaterial, das allerdings nicht immer glücklich in die Handlung eingeflochten wurde. Der Dreiteiler wurde 2009 mit dem International Emmy Award in der Sparte Fernsehfilm/Mini-Serie ausgezeichnet.

Foto: ZDF/Julia Terjung