Thüringen, 1984: Mit sexy Kleidern und viel Schminke trotzt die 19-jährige Melanie ihrem trostlosen Klinikaufenthalt in Masserberg in Thüringen. Seit Jahren leidet sie an einer sehr schweren Augenkrankheit, die ohne aufwendige Therapie und teure Medikamente zur Erblindung führen wird. Mel träumt von Freiheit, im Westen, und sie ist überzeugt, dass man sie dort auch behandeln könnte. So bleibt ihr nur der neue Arzt Carlo Sanchez als weltgewandter Hoffnungsschimmer: Ungeniert flirtet sie mit dem verheirateten Kubaner, der sich schnell in sie verliebt. Dank ihm wird Mel sogar von einem renommierten Professor untersucht. Doch der für sie so wichtige Test wird von Chefarzt Dr. Studer nicht genehmigt. Die junge Frau bricht zusammen. Als auch noch ihre Fluchtpläne auffliegen und Carlo sie im Auftrag der Stasi ausspionieren soll, beginnt für das ungleiche Paar ein Wettlauf um Leben und Tod, Liebe und Freiheit ...

TV-Routinier Martin Enlen ("Dr. Hope - Eine Frau gibt nicht auf", "Ein Dorf schweigt") schildert nach der Romanvorlage der aus dem sächsischen Eilenburg stammenden Autorin Else Buschheuer eine weitestgehend unbekannte Seite der DDR am Beispiel einer jungen Frau. Anna Fischer beweist hier mit ihrer hervorragend Interpretation der Melanie, dass sie zu Deutschlands talentiertesten und besten Nachwuchsdarstellerinnen gehört.

Foto: MDR/Volker Rohoff