Die junge Pariserin Nelly steht vor Geld- und Eheproblemen. Bei einem Treffen mit ihrer Freundin Jacqueline lernt sie den älteren Monsieur Pierre Arnaud, ein Charmeur und Lebemann alter Schule, kennen. Großzügig bietet der Bonvivant der hübschen Frau an, ihre Schulden zu tilgen, wenn sie ihn beim Schreiben seiner Memoiren unterstützt. Nelly nimmt das Angebot an. Die anfängliche Distanz überwinden die beiden durch die regelmäßigen Arbeitstermine. Und so kommt zwischen ihnen eine gewisse Faszination auf: Monsieur Arnaud ist überwältigt von Nellys berückender Schönheit, sie wiederum fesselt die Lebenserfahrung, die der Mann nicht zuletzt durch seine Geschichten ausstrahlt...

Was den besonderen Charme des Films der leisen Töne ausmacht, das sind die stillen, intimen Szenen des großartigen Schauspielerduos Emmanuelle Béart und Michel Serrault. In einer Atmosphäre der unterdrückten Gefühle werden die Flüchtigkeit der Dinge, der Welt, die Augenblicke des Schweigens, der Unterschied von Sein und Schein, von Wahrheit und Lüge schlagartig bewusst. Vor allem, wenn die Grenzen zwischen seiner Vergangenheit, deren subjektiv gefilterte Geschichte Nelly in den PC eingibt, die Reflexion und die Korrekturen der Gegenwart ständig ineinander übergehen. Regisseur Claude Sautet und Michel Serrault wurden für dieses Werk mit dem französischen Filmpreis César ausgezeichnet.

Foto: arte F/StudioCanal