Eva Färber erfährt von ihrer in Südafrika lebenden Schwester Hanna, dass ihr Vater schwer erkrankt ist. Sie reist zu den beiden in den Busch, wo Hanna eine abgelegene Touristen-Lodge führt. Das Wiedersehen der Schwestern ist nicht unbeschwert: Während aus Hanna, der jüngeren, eine lebenslustige Frau geworden ist, konnte sich Eva nie aus ihrem Schutzpanzer befreien, den sie sich nach dem Tod der Mutter angelegt hat. In Afrika lernt Eva den Ranger Alex kennen, der trotz oder wegen seiner frech-dreisten Art faszinierend auf die Städterin wirkt – zumal er auch äußerst charmant sein kann. Die verheiratete Frau ist empfänglich für neue Reize, zumal ihr Mann Paul sie vor Kurzem mit einer Jüngeren betrogen hat. Mit Alex erlebt die zweifache Mutter eine nie zuvor gekannte Leichtigkeit. Doch als Paul ihr nachreist, muss sich Eva der Realität stellen und eine Entscheidung treffen ...

Liebe, Leidenschaft und Abenteuer vor exotischer Kulisse verspricht die Produktionsfirma. Tatsächlich spart die namhaft besetzte Schmonzette an nichts von alledem. Gedreht wurde an pittoresken Schauplätzen, darunter Laingsburg und der Badeort Plettenberg Bay in der südafrikanischen Provinz Westkap. Die Tieraufnahmen tun ihr Übriges. Wer in der arg vorhersehbaren Geschichte jedoch Überraschungen oder Tiefe sucht, wird wenig finden. Aber das muss auch mal gesagt werden: Als Charakterstudie vor traumhafter Landschaft ist der Film auch gar nicht gedacht. "Stürme in Afrika" ist nicht mehr, aber auch nicht weniger als Liebe, Leidenschaft und Abenteuer vor exotischer Kulisse. Damit hat Regisseur Dennis Satin ("Wilsberg", "Kommissar LaBréa") erneut bewiesen, dass er nicht nur Krimis kann.

Lesen Sie auch "Unsere schönen Afrikanerinnen"

Foto: ARD/Degeto/Boris Guderjahn