Eine Familiensaga, die fast das gesamte 20. Jahrhundert umfasst: Es ist die Geschichte von Carlo und den Seinen, deren Leben sich auch im übertragenen Sinne mehr in den eigenen vier Wänden abspielt, als dass es von außen beeinflusst wäre. Carlo soll nie "etwas erreichen" im Leben. Andere tun dies an seiner Stelle. Vor seinem Haus ereignen sich Kriege, Nachkriegszeiten, echte oder falsche Revolutionen, große Erwartungen und gemäßigte Enttäuschungen...

Ettore Scola gelang eine hervorragend gespielte und inszenierte Chronik einer römischen Familie über einen Zeitraum von 80 Jahren. In atmosphärischer Dichte zeigt der Film (ausschließlich in der Wohnung der Familie spielend) durch das private Milieu ein unspektakuläres, aber trotzdem fesselndes Zeitkolorit dieses Jahrhunderts, wobei sich Geburt und Tod, Glück und Schmerz im Wandel der Gesellschaft ständig abwechseln.

Foto: ARD/Degeto