Der Brandner Kaspar ist ein alter Büchsenmacher, der seinen geringen Lohn gerne mal durch Wilderei aufbessert. Als eines Tages der Tod vor seiner Tür steht, lädt er diesen zu einem kleinen Umtrunk in sein Haus ein, macht diesen betrunken und kann ihn beim Kartenspiel um weitere 20 Lebensjahre betrügen...

Die Geschichte (nach Franz von Kobell) um den durchtriebenen, bayerischen Gesellen, der dem Tod ein Schnippchen schlägt, um dann festzustellen, dass ein mehr an Leben nicht immer wünschenswert ist, wurde bereits schon zwei Mal verfilmt – zuletzt 1975 als TV-Film. Joseph Vilsmaier macht daraus ein Stück, dass eher ans Königlich Bayrische Amtsgericht denn an eine gute Komödie denken lässt. Das Kasperltheater ist selten witzig und der einstige Schauspielgigant Franz Xaver Kroetz ist hier zum Zwerg mutiert. Da nützt es auch wenig, wenn Michael Bully Herbig mit Maske kaum zu erkennen ist. Das Ganze ist derart schlecht, dass es auch nicht ins Gewicht fällt, wenn Bully die falschen Zähne aus dem Mund fallen – könnte ja vielleicht der ein oder andere sogar lustig finden, oder? Ein Graus!

Foto: Concorde