Im Frühjahr 1945 kehrt Susanne Wallner aus einem Konzentrationslager in das Ruinenmeer von Berlin zurück. In ihrer Wohnung trifft sie den ehemaligen Chirurgen Dr. Mertens an. Nach anfänglichem zögern ist die junge Frau bereit, vorerst mit ihm die Wohnung zu teilen. Eines Tages steht Mertens dem Fabrikanten Ferdinand Brückner gegenüber. Dieser war im Krieg sein Hauptmann und hat an einem Weihnachtsabend in Polen unschuldige Geiseln erschießen lassen, ohne Frauen und Kinder zu verschonen. Was Mertens nicht vergessen konnte, scheint Brückner überhaupt nicht zu belasten; er ist in seine bürgerliche Existenz zurückgekehrt. Er ahnt nicht, dass Mertens entschlossen ist, ihn auf eigene Faust zur Rechenschaft zu ziehen...

Dies ist nicht nur die erste Produktion der DEFA, sondern der erste deutsche Nachkriegsfilm überhaupt. Im Mai 1946 begann Wolfgang Staudte mit den Dreharbeiten zu dieser bitteren Vergangenheitsbewältigung. Bemerkenswert: Hildegard Knef in ihrer ersten Hauptrolle.

Foto: Progress Film-Verleih