Hildegard Knef

Hildegard Frieda Albertine Knef
Geboren: 28.12.1925 in Ulm, Deutschland
Gestorben: 01.02.2002 in Berlin, Deutschland

"Für mich soll's rote Rosen regnen", heißt einer ihrer Songs, der zugleich auch Filmtitel ist. Still geworden ist es nie um Hildegard Knef, auch wenn sie nicht auf der Bühne, vor der Kamera und nur noch selten auf dem Bildschirm zu sehen war. In noch guter Erinnerung sind Liederabende, wo ihre unvergleichlich gebrochen-herbe, whisky-verhangene Stimme auffiel. Ein großer Auftritt auch der Empfang des Helmut-Käutner-Preises im Filmmuseum, mit dem sie sich in die Riege bekannter Preisträger reiht: Filmpublizistin Lotte Eisner, Filmhistoriker Ulrich Gregor, die Regisseure Wolfgang Staudte und Bernhard Wicki.

Schon in ihrer ersten kleinen Rolle in Helmut Käutners "Unter den Brücken" (1944) spielte sich Hildchen - wie sie von Freunden heute noch genannt wird - in die Herzen des Publikums. Sie wurde zum Star des deutschen Nachkriegsfilm - im Osten wie im Westen -, als sie in Wolfgang Staudtes "Die Mörder sind unter uns" (1946) durch die trostlose Ruinenlandschaft von Berlin ging und später im "Film ohne Titel" (1947) von Rudolf Jugert ihren Film-Ruhm festigte.

Denkt man an die frühen Zeiten des deutschen Hollywood-Exportes, so war es nicht der hoffnungsvolle Österreicher O.W. Fischer, der dort reussierte, sondern die Damen Cornell Borchers und Hildegarde Neff - wie sie sich in den USA nannte. Sie war immer ein Original, auch wenn die Rolle mal etwas dürftig war wie die der jungen Frau in Willi Forsts "Die Sünderin" (1950). Darin spielt sie eine Prostituierte, die ihren Geliebten und krebskranken Maler bis zum Erblinden treu versorgt und mit ihm am Ende sogar gemeinsam in den Tod geht. Eine harmlose Nacktszene hat dieses mickrige Opus zum Kassenhit gemacht.

Als Frau des US-Filmoffiziers Kurt Hirsch ging Hildegard Knef zu Beginn der Fünfzigerjahre nach New York, wo sie 1964 einen überragenden Broadway-Erfolg mit der Hauptrolle in Cole Porters "Silk Stockings" hatte, einer Musical-Version von Ernst Lubitschs "Ninotschka". Während sie in Deutschland den herben, zugleich erotisch selbstbewussten Frauentyp prägt, spielte sie in Hollywood-Filmen neben Richard Basehart und Oskar Werner in "Entscheidung im Morgengrauen" (1950), an der Seite von Tyrone Power, in "Der Kurier von Triest" (1952) und mit Gregory Peck und Ava Gardner in "Schnee am Kilimandscharo" (1952).

Nach ihrer letzten großen Kinorolle an der Seite von Martin Held in Alfred Weidenmanns "Verdammt zur Sünde" (1964), nach dem Roman "Die Festung", wurde sie als Ehefrau des britischen Regisseurs David Cameron mit 43 Jahren Mutter. Das machte ebenso Schlagzeilen wie der melodramatische Scheidungskampf um die achtjährigen Christina, sowie die Ehe mit dem 15 Jahre jüngeren Landedelmann Paul von Schell. Auch der Millionenerfolg ihres autobiographischen Romans "Der geschenkte Gaul" und ihre detailgenaue Schilderung der eigenen Krebserkrankung im Roman "Das Urteil" sorgten für Furore. Ob als Chansonette ("weltgrößte Sängerin ohne Stimme" sagte Ella Fitzgerald) oder als fleißige, von der Kunstwelt ignorierte Malerin, immer wieder gelang es der Knef hartnäckig und trotzig am früheren Ruhm anzuknüpfen: Sie blieb Zeit ihrens Lebens ein Star. "Solange ich atme, werte ich meine Begabungen aus", meinte die begnadete Dauerrednerin einst, und beim Gespräch verfuhr sie immer nach dem Motto: "Wer Luft holt, hat schon verloren."

Hildegard Knef starb in der Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar 2002 im Alter von 76 Jahren in Berlin an den Folgen einer akuten Lungenentzündung.

Weitere Filme mit Hildegard Knef:
  • Die Vierzigerjahre:
    "Die Brüder Noltenius" (1945), Harald Brauns Nachkriegsdrama "Zwischen gestern und morgen" (1947), "Fahrt ins Glück" (1948).

  • Die Fünfzigerjahre:
    "Es geschehen noch Wunder" (1951), Rudolf Jugert Melodram "Nachts auf den Straßen" (1951) mit Hans Albers, Arthur Maria Rabenalts "Alraune" (1952) mit Erich von Stroheim und Karlheinz Böhm, "Ein Fest für Henriette" (1952), Rudolf Jugerts Beziehungsdrama "Illusion in Moll" (1952) mit Hardy Krüger, Carol Reeds Spionage-Drama "Gefährlicher Urlaub" (1953) mit James Mason, Rudolf Jugerts Melodram "Eine Liebesgeschichte" (1953) mit O. W. Fischer, André Michels Kriminalfilm "Geständnis unter vier Augen" (1954) mit Ivan Desny, "Svengali" (1955), Wolfgang Staudtes "Madeleine und der Legionär" (1957), "Das Mädchen aus Hamburg" (1958), Josef von Bakys Kriminalfilm "Der Mann, der sich verkaufte" (1958) mit Hansjörg Felmy, "U-Bahn in den Himmel" (1959).

  • Die Sechzigerjahre:
    Guido Malatestas Abenteuerfilm "Die Furchtlosen von Parma" (1960), Wolfgang Staudtes Musikfilm "Die Dreigroschenoper" (1962) mit Curd Jürgens, "Lulu" (1962), "Laura" (1962), "Landru, der Frauenmörder von Paris" (1962), "Nur tote Zeugen schweigen" (1963), Umberto Lenzis Historienabenteuer "Katharina von Russland" (1962), "Das große Liebesspiel" (1963), "Wartezimmer zum Jenseits" (1964), "Gibraltar" (1964), Robert Lynns Abenteuerfilm "Blonde Fracht für Sansibar" (1964), Michael Carreras' Gruselfilm "Bestien lauern vor Caracas" (1967).

  • Die Siebziger- und Achtzigerjahre:
    Alfred Vohrers Literaturverfilmung "Jeder stirbt für sich allein" (1975), "Hildegard Knef und ihre Lieder" (1975), "....und die Bibel hat doch recht" (1977), Billy Wilders "Fedora" (1978) mit William Holden und Marthe Keller, "Warum die UFOs unseren Salat klauen" (1980), "Agentin mit Herz" (1984, US-Krimiserie, Episode: "Warten auf Godorsky") "Flügel und Fesseln" (1985), "Nein, ich gebe niemals auf!" (1985), "Opfer" (1987), Martin Newlins Horrorthriller "Witchcraft - Das Böse lebt" (1988) mit Linda Blair.

  • Der Rest:
    "Ein Schloss am Wörthersee" (1990, TV-Serie, Episode: "Adel verpflichtet zu nichts"), "In inniger Feindschaft" (1990), "Haus am See: Halbe-Halbe" (1991, Pilot zur Serie), "Haus am See" (1991, TV-Serie, Episoden: "Wunderliche Dinge". "Liebe Mutter", "Spanische Gefühle"), "Tödliches Erbe" (1994), der Dokumentarfilm "Für mich soll's rote Rosen regnen" (1995), "Die Stadtindianer" (1995, TV-Serie, Episode: "Und morgen bist du tot"), Reinhard Schwabenitzkys Komödie "Eine fast perfekte Hochzeit" (1999), "Aber schön war es doch" (2000), "Wie angelt man sich einen Müllmann?" (2000, die Dreharbeiten konnte sie nicht mehr abschliessen).

Zur Filmografie von Hildegard Frieda Albertine Knef
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