Der deutsche Luftwaffensanitäter Karl Maurer wird im Dezember 1944 von den Amerikanern gefangengenommen. Als fanatische Nazis unter den Gefangenen im Lager einen Kameraden umbringen, weil dieser sich gegen Hitler ausgesprochen hat, meldet sich der junge Obergefreite Maurer freiwillig zu einer Einheit des US-Geheimdienstes, die deutsche Kriegsgefangene als Agenten ausbildet. Sie sollen hinter den deutschen Linien eingesetzt werden, um Kontakte mit Kommandostellen der Wehrmacht zu knüpfen, die zu Übergabeverhandlungen mit den Alliierten bereit sind. Maurer bekommt den Decknamen "Happy". Als der amerikanische Oberleutnant Rennick mit dem Agenten "Tiger" zu einem Spezialauftrag startet, fliegt "Happy" mit ihnen. Rennick und "Tiger" springen in der Gegend von Mannheim ab. Maurer wird östlich von München abgesetzt, wo er den Standort des 11. Panzerkorps ausfindig machen soll. Nach manchen gefährlichen Zwischenfällen landet er bei Oberst von Ecker und rettet ihm das Leben. Dort findet er die Informationen, die er sucht. Von der Gestapo verfolgt, schlägt Maurer sich anschließend nach Mannheim durch und trifft während eines Luftangriffs Rennick und "Tiger" wieder. Kurz darauf ereilt ihn sein Schicksal.

Regisseur Anatole Litvak ("Das Doppelleben des Dr. Clitterhouse", "Du lebst noch 105 Minuten") stütze sich bei diesem glänzend besetzten Spionagefilm über den Gewissenskonflikt eines jungen Deutschen in der NS-Zeit auf die Mitarbeit zahlreicher Emigranten in Hollywood. So entstand ein differenziertes Bild deutscher Realität in den letzten Monaten vor der Kapitulation. In faszinierenden wie stimmungsvollen Bildern zeigt der für einen Oscar nominierte Film die düsteren Ruinen der kriegszerstörten Städte des untergegangenen Dritten Reiches. Das Drehbuch stammt unter anderem von Carl Zuckmayer, Klaus Kinski hat einen Kurzauftritt in einer seiner ersten Filmrollen.

Foto: Winkler Film