Bei Familie Schlüter ist gerade erst die aufwendige Hochzeitsfeier für Tochter Lieschen zu Ende gegangen, da sitzt LKW-Fahrer Heinrich Schlüter schon wieder hinterm Lenkrad, um seine übliche Tour München - Frankfurt - München zu fahren, denn er braucht das Geld. Der Zufall will es, daß er unterwegs beim Wrack eines ausgebrannten Personenwagens fast 20000 Mark findet. Obwohl er ein ehrlicher Mann ist, behält er das Geld, als er von der Polizei hört, dass es sich bei dem Verunglückten um einen Devisenschmuggler handelt. Noch in derselben Nacht nimmt Schlüter ganz gegen seine Gewohnheit eine junge Frau mit, die ihn an seine Tochter erinnert. In Frankfurt nutzt er seinen plötzlichen Reichtum, um seiner Frau den lang gehegten Wunsch eines Pelzmantels zu erfüllen. Sie freut sich zunächst, doch dann ist Schlüter in der Not zu erklären, woher er das Geld hat. Er lässt sie glauben, er habe heimlich gespart. Eines Nachts trifft er die Anhalterin wieder. Sie heißt Inge, schmeichelt dem gestandenen 50er sehr und erzählt ihm von ihrem "Bruder" Kurt, der in Wirklichkeit ihr Freund ist. Schlüter macht es Freude, Inge zu beschenken, da er ihr über die Herkunft des Geldes keine Rechenschaft schuldig ist. Ohne es zu bemerken, wird er jedoch von ihr dazu benutzt, Diebesgut zu befördern ...

Regisseur und Käutner-Zögling Rudolf Jugert, der später mit Heimatfilmen und Dramen wie "Kronprinz Rudolfs letzte Liebe" den Triumphzug der eher leichteren Stoffe in Deutschlands Kinosälen förderte, vereinte 1951 das erste und einzige Mal Leinwand-Legende Hans Albers und die aufstrebende, sexy daher kommende Hildegard Knef (mit der er 1947 schon die Komödie "Film ohne Titel" gedreht hatte) gemeinsam vor der Kamera. Albers ist hier wieder einmal der aufrichte Mann aus dem Volk, der sich zunächst zu einem Diebstahl verführen lässt, dann jedoch geläutert seine Schuld eingesteht und die Konsequenzen trägt. Der österreichische Komponist und Autor Fritz Rotter erhielt zusammen Koautor Käutner 1953 das Filmband in Gold für das beste Drehbuch, Jugert wurde für die zum Ende etwas übertrieben moralische Geschichte mit dem Filmband in Gold für die beste Regie ausgezeichnet.

Foto: ZDF/Transitfilm/Murnaustiftung/Václav Vích