Anfang des 19. Jahrhunderts wollen Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß die Welt entdecken – allerdings mit recht unterschiedlichen Methoden. Während der Naturforscher Humboldt die Welt bereist, um diese zu erkunden und zu vermessen, bleibt der Mathematiker Gauß schön zu Hause und berechnet die Welt. Humboldt erhielt als Adliger Privatunterricht, dagegen wuchs Gauß in ärmlichen Verhältnissen auf. Dennoch blieb sein mathematisches Können nicht unerkannt und wurde vom Herzog von Braunschweig gefördert. Humboldt kann dank seines Geldes als Naturforscher ferne Länder bereisen, Gauß hingegen reist in den Weiten seines Kopfes. Erst 1828 begegnen sich die beiden Koryphäen auf dem Naturforscherkongress in Berlin ...

Das kann passieren, wenn man einen Bestseller verfilmt! Was als Buch wunderbar funktioniert hat, will als Film in keiner Minute begeistern. Abgesehen von ein paar guten Bildern plätschert das Ganze betulich vor sich hin, weist keinerlei Dramaturgie auf, wirkt in den Charakterzeichnung farb- und leblos und ist weit von dem erhofften Kinoabenteuer entfernt. Auch wenn Romanautor Daniel Kehlmann am Drehbuch mitgearbeitet hat, klingt fast jeder Dialog wie vom Reißbrett und warum das alles dann auch noch völlig unnötigerweise in 3D ist, weiß wohl nur der Regisseur. Schade, das hätte eine der interessantesten deutschen Produktionen des Jahres werden können. So ist leider nur ein müder Langeweiler.



Foto: Warner