Die namensgebende "dunkle Seite des Mondes" ist dem Wirtschaftsanwalt Urs Blank (Moritz Bleibtreu) gänzlich unbekannt. Erfolg im Job und eine glückliche Ehe mit seiner Frau Evelyn (Doris Schretzmayer) hielten bislang nur die Sonnenseite des Lebens für ihn bereit. Das ändert sich jedoch immer mehr, seit einer seiner Kollegen Suizid beging.

In dieser Phase tritt die mysteriöse Lucille (Nora von Waldstätten) in sein Leben, die Urs sehr fasziniert. An ihrer Seite probiert er zum ersten Mal halluzinogene Pilze aus, die den Tod seines Partners und Freundes vergessen machen sollen. Mit deren Einnahme kommt aber auch Urs' dunkle Seite zum Vorschein, die vor Gewalt, Verbrechen und sogar Mord nicht zurückschreckt.

Daraufhin zieht sich der Anwalt immer mehr zurück und versucht schließlich, im Wald ein Gegenmittel für seine Wahnvorstellungen zu finden. Das aus den Fugen geratene Leben des Karrieretypen kommt Urs' Widersacher Pius (Jürgen Prochnow) gerade recht, wollte er ihn doch ohnehin aus dem Weg räumen.

Genremix

Zunächst sieht bei der Romanverfilmung des gleichnamigen Buches von Martin Suter alles nach einem klassischen Finanzthriller aus. Nach und nach driftet der Streifen jedoch immer mehr in ein Psychodrama ab, dessen zahlreiche Wendungen den Zuschauer bei der Stange halten.

Kritik muss sich der Film jedoch bezüglich der Umsetzung der Vorlage gefallen lassen: Liegt im Buch der Fokus weitaus stärker auf den irren Drogen-Trips des Protagonisten, werden diese in der Verfilmung stark gekürzt. So kann der Thriller zwar fesseln, aber nicht vollends überzeugen.

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