Obwohl sie früh ihre Mutter verloren hat, war die Kindheit der Schwestern Suzanne und Maria bei ihrem Vater durchaus eine glückliche, zumal sich die beiden stets gut verstanden. Mittlerweile nahezu erwachsen, wird Suzanne schwanger. Obwohl erst 17 Jahre alt, kann auch das die Familie nicht erschüttern. Fünf Jahre später allerdings - Suzanne arbeitet inzwischen im Büro einer Spedition - lernt sie den Kleinkriminellen Julien kennen, verliebt sich und gerät mehr und mehr unter dessen Einfluss . Bis sie schließlich mit ihm das Weite sucht und ihr bisheriges Leben aufgibt ...

Auch wenn der Regisseurin Katell Quillévéré ("Ein starkes Gift") mit ihrem zweiten Film kein Meisterwerk gelungen ist. Zu sehr stören vor allem die unausgewogenen Momente, so werden starke Szenen gnadenlos geschnitten, um in überlange Einstellungen überzugehen. Auch wenn die Geschichte, die 25 Jahre umfasst, ab und an aus dem Ruder läuft, fühlt man dennoch mit den Protagionisten. Denn schauspielerisch ist das Ganze vor allem Dank Sara Forestier eine Wucht. Ansonsten hat man das Gefühl, die Geschichte über Verantwortung und Überforderung, bedingungslose Liebe und den tiefen Fall tausendfach gesehen zu haben.



Foto: Arsenal