Dingus Magee ist nicht nur "der schärfste aller Banditen" (ursprünglicher Kinotitel), sondern auch und in erster Linie ein ziemlicher Depp. In dem Kaff Yerkey's Hole ist die Bordellbesitzerin gleichzeitig Bürgermeisterin, und Dingus' alter Widersacher Hoke Birdsill ist Sheriff. Und dann gibt es da noch Häuptling Crazy Blanket, der Dingus unbedingt mit seiner Dauerverlobten Anna Hotwater unter die Haube bringen will. Im Rahmen dieser Konstellation ergeben sich zahlreiche recht sinnlose Verwicklungen.

Wie ein leidlich professioneller Westernregisseur wie Burt Kennedy einen solch witzlosen Plunder verbrechen konnte, ist eines der großen Rätsel der Filmgeschichte. Immerhin hatte derselbe Mann nur zwei Jahre zuvor mit "Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe" mit James Garner eine der schönsten Westernparodien überhaupt gedreht. Bei "Dirty Dingus" dagegen geht ihm unweigerlich jeder einzelne Schuß daneben.