Drei chinesische Mädchen kommen ins Kloster "Shaolin Tagou" um dort zu leben und mit weiteren ca. 26.000 Schülerinnen und Schülern die Kunst des Kung-Fu-Kampfes zu erlernen. Die Schule ist die größte des Landes, der Alltag der Schüler von strengen Vorschriften geprägt. Ein Leben in Anpassung und Zwängen ist für die drei Mädchen ein Leben der Entbehrungen. Dennoch sind sie Stolz, zur Kampfelite zu gehören, auch wenn etwa die neunjährige Xin Chenxi gedacht hatte, in der Schule Fliegen zu lernen. Jetzt hat sie durchaus Chancen, Siegerin der Meisterschaften zu werden. Die 15-jährige ChenXi träumt ebenfalls davon, eine der besten Kämpferinnen der Welt zu werden. Der Preis dafür ist allerdings ein hoher, denn sie hat ihre Eltern seit ihrem zweiten Lebensjahr nicht mehr gesehen. Die 17-jährige Huang aus Shanghai ist die Älteste der drei Mädchen und kommt mit dem Druck, den die Schule ausübt kaum noch zurecht, zumal sie das Leben in der Schule schon immer gehasst hat.

Eine Dokumentation, die es durchaus in sich hat: die tollen Bilder demonstrieren eindrucksvoll die Härte, die hinter bestimmten Leistungen steckt. Kung Fu als Endlos-Training, als fast schon unmenschlicher Drill, bei dem – wie einst in "Die 36 Kammern der Shaolin" heroisch demonstriert - buddhistische Meditation nicht stattfindet. Hier geht es in durchaus vielschichtig interpretierbaren Bildern um den Konflikt junger Chinesen zwischen Tradition und Moderne.





Foto: Polyband (24 Bilder)