In ihrer tschechischen Heimat gilt Bozena Nemcova (1816-1862) heute als ganz Große. Märchen wie "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" machten sie weltberühmt. Doch ihr Leben war alles andere als einfach. Denn Mitte des 19. Jahrhunderts war der Stand für eine selbstständige Frau, die ihrer Zeit eindeutig voraus war, mehr als schwer. So musste sie für ihre Selbstbestimmung einen hohen Preis zahlen...

Regisseurin Dagmar Knöpfel rekonstruiert hier die letzten Lebenstage der Bozena Nemcova anhand ihrer Briefe. Doch was nach spannendem Biopic klingt, entpuppt sich als äußerst zähe Nummer, deren Ende unnötiger Weise gleich dreimal erzählt wird. Bei dem Spiel von Corinna Harfouch weiß man nie, ob die Figur so quälend dargestellt werden sollte, oder ob sich die Schauspielerin durch die Rolle gequält hat.