Zum zweiten Mal (nach "Cloud Atlas") arbeitet Hollywood-Superstar Tom Hanks mit dem deutschen Regisseur Tom Tykwer zusammen. Ihr Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des US-Amerikaners Dave Eggers, der von der "New York Times" 2012 zu den zehn besten Büchern des Jahres gezählt wurde.

Warten auf den König

Hanks spielt darin Alan Clay, einen Mittfünfziger, der in der Bankenkrise nicht nur sein Geld verlor, sondern auch von seiner Frau verlassen wurde. Nun sitzt er im Nahen Osten fest. Um ihn herum die Wüste. Es ist heiß. Alan wartet.

Eigentlich soll er dem König von Saudi Arabien, Abdullah, eine neue Kommunikationstechnologie verkaufen. Doch der Monarch ist für den amerikanischen Vertreter ein Phantom - niemand kann ihm sagen, wann Abdullah für ihn erreichbar sein wird.

In seiner plötzlich sehr umfassenden Freizeit taucht Alan mit seinem Fahrer Yousef (Alexander Black) in das ihm fremde und faszinierende Land ein, was ihn grundlegend verändert.

Surreale Spielereien


Im Interview erklärte Tom Tykwer, am Stoff habe ihn gereizt, dass er "sehr konkret von Stillstand erzählt". Prinzipiell passt dies eigentlich nicht zum Kino, das - immer schneller geschnittenes - Futter für die Augen liefern will.

Der "Das Parfum"-Regisseur löst diesen Widerspruch dadurch auf, dass er vor allem die komödiantischen Aspekte der Vorlage betont und den Zuschauer mit etwas surrealen Szenen ablenkt. Bemerkbar ist dies gleich zu Beginn des Films, der im Stil eines Musikvideos gestaltet ist.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Ein Hologramm für den König":