Suzan hat während des Zweiten Weltkriegs eine abenteuerlich-romantische Zeit in der französischen Résistance verbracht: Unter anderem hatte sie dort eine Affäre mit einem britischen Geheimdienstoffizier. Nach dieser Erfahrung wird sie mit ihrem monotonen Dasein im Nachkriegsengland nicht fertig. Um ihr Leben aufregender zu gestalten, lässt sie sich erst auf Ausschweifungen mit einer Gruppe Draufgänger ein, versucht dann, mit einem von ihnen ein Kind zu bekommen und gibt schließlich dem Werben eines Diplomaten nach, der sie schon lange verehrt. Doch auch er kann Suzan nicht geben, was sie will. So versinkt die ehemalige Freiheitskämpferin immer tiefer in der Depression ...

Für die Hauptrolle seines Dramas fand Regisseur Fred Schepisi ("Das Russland-Haus") in Meryl Streep die Idealbesetzung. Der Hollywood-Star glänzt hier in der Rolle der schönen Suzan, der das eigene Dasein letztlich sinnlos erscheint. Schipisi inszenierte nach einem Drehbuch von David Hare, der sein eigenes Bühnenstück "In Hülle und Fülle" für die Leinwand adaptierte. Die Welt des Films ist dem Dramatiker nicht fremd. Er führte selbst bei mehreren Filmen Regie und gewann für "Wetherby" 1985 den Goldenen Bären auf der Berlinale.

Foto: ZDF/Frank Connor