Anfang des 20. Jahrhunderts ist in Zürich der junge Psychiater C.G. Jung von den neuen Lehren des Wieners Sigmund Freud angetan. In der offenbar psychisch gestörten Sabrina Spielrein findet er eine willkommene Patientin. Doch die verführerische Frau weiß durchaus ihre Reize einzusetzen. So beginnt eine fatale Affäre, die auch der um Rat gefragte Freud nicht wirklich beenden kann. So gerät der verheiratete Jung selbst in einen seelischen Konflikt ...

Die Anfänge der Psychoanalyse als Kinofilm hätte durchaus reizvoll sein können. Das Ganze wirkt trotz des eigentlich für Cronenberg wie geschaffenen Themas inklusive Sado-Maso-Verhältnis eher wie eine uninspirierte Auftragsarbeit. Zu distanziert bzw. affektiert (Keira Knightley) wirken die Darsteller, zu langweilig die Sexszenen, zu beliebig die Dramaturgie. Einzig die Figur des Otto Gross - hier dargestellt von Vincent Cassel - wirkt interessant. Cronenberg inszenierte das Historiendrama nach dem Drehbuch des britischen Dramatikers Christopher Hampton, das auf einem seiner Theaterstücke basiert. Gedreht wurde unter anderem in Konstanz am Bodensee und an Originalschauplätzen in Wien, darunter auch Sigmund Freuds Wohnhaus.



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