Thomas Billhardt - seine Fotos gingen um die Welt. Vor allem im Vietnamkrieg war er mit der Kamera dabei und dokumentierte das Leid der Menschen. 30 Jahre nach Kriegsende kehrte Billhardt zurück nach Vietnam. Er besucht die Orte und Menschen, deren Kriegserfahrungen er fotografiert und in Deutschland veröffentlicht hat. Mit Hilfe der Bevölkerung und einer Ausstellung im Zentrum Hanois versucht er sie wiederzufinden. Aus der Zeit von 1969 blieb Billhardt auch eine schöne Erinnerung, die den roten faden des Films bildet: Ein junges, hübsches Mädchen, das er auf der Nationalstrasse Nr. 1 kennen lernte. Sie hieß Hong Li und reparierte als Arbeiterin einer Brigade zerstörte Versorgungswege. Über den Dolmetscher erfuhr Thomas Billhardt das ganze Leid eines jungen Mädchens, das unter primitivsten Bedingungen weit weg von Zuhause lebte...

Dietmar Ratsch und Arek Gielnik fingen die ungewöhnliche Aktion Billhardts mit der Kamera ein und schnitten daraus diesen abendfüllenden Dokumentarfilm, gleichzeitig Abschlußprojekt an der Filmakademie Baden-Württemberg und der Hochschule für Druck und Medien in Stuttgart. Man fragt sich allerdings, wer sich den sicher interessanten Film im Kino anschauen wird. Der gebürtige Chemnitzer Thomas Billhardt lebt übrigens heute in Italien und veröffentlicht regelmäßig Fotobücher.