Arquímedes Puccio (Guillermo Francella) führt mit seiner Familie ein gutbürgerliches Leben in Buenos Aires. Hinter dieser Fassade verbirgt sich allerdings ein kriminelles Geheimnis.

Entführung und Mord sind die Mittel, mit denen Arquímedes den Wohlstand seiner Lieben finanziert und für die er die Loyalität seiner Angehörigen und speziell die von Sohn Alejandro (Peter Lanzani) benötigt. Als den schließlich Skrupel beschleichen, bröckelt der familiäre Zusammenhalt.

Ein Festival-Hit


Arthouse-Fans könnte der Name des argentinischen Regisseurs Pablo Trapero ein Begriff sein. Filme von ihm - vor allem sein Erstling "Mundo grúa", aber zum Beispiel auch "Familia rodante - Argentinisch reisen" - liefen höchst erfolgreich auf den Filmfestspielen Europas sowie Nord- und Südamerikas.

Auch "El Clan" bescherte ihm unter anderem den spanischen Filmpreis "Goya". Kein Wunder: Nicht erst seit der "Pate" lieben viele Zuschauer den wohligen Grusel, den mafiöse Kriminelle auf der Leinwand ausstrahlen. Dennoch wird dieser Film gerade für das europäische Publikum ein sperriges Erlebnis sein.

Nichtlineare Erzählweise

Das liegt zum einen an der nichtlinearen Erzählweise. Zum anderen müssen ihm die gesellschaftlichen Zusammenhänge des Verbrechens, das sich in den 80er-Jahren während der Militärdiktatur in Argentinien tatsächlich ereignete, gegenwärtig sein, um das Ausmaß der Brutalität in Arquímedes Vorgehen zu verstehen.

Doch gerade das und der überraschende Soundtrack machen Traperos Werk zu einem erfrischenden Genrebeitrag.

Sehen Sie hier den Trailer zu "El Clan":