An diesem 11. September läuft alles anders: Eigentlich sollte der Gerichtsvollzieher François Echeveria eine Zwangsräumung vornehmen und danach in Ruhe nach Hause fahren. Doch dann gerät alles aus dem Ruder: In der Wohnsiedlung Villon in Montigny, einem Vorort von Paris, kommt es zu einem Missverständnis. Infolgedessen wird François zur Geisel in der Wohnung, die er eigentlich hätte pfänden sollen. Über 24 Stunden in dieser Wohnung im siebten Stock eingesperrt, müssen François, der Mieter Mohand und sein Sohn Salem miteinander auskommen, während draußen Spezialkräfte anrücken ...

Regisseur Angelo Cianci ("Wann war der Mann ein Mann?") inszenierte nach eigener Drehbuchvorlage dieses Drama mit vielen komödiantischen Elementen. Auf der Berlinale 2011 den FIPRESCI-Preis ausgezeichnet taucht Cinici gekonnt in das Leben einer französischen Einwanderer-Familie, die sich eher schlecht als recht durchs Leben schlägt. Seine Protagonisten - die Vater-Sohn-Beziehung trägt autobiografische Züge - gibt der Regisseur allerdings nicht der Lächerlichkeit preis, vielmehr lotet er mit viel Witz und Einfühlungsvermögen das gespannte Verhältnis der Generationen aus.

Foto: arte F/Patrick Muller