Im Traum versucht der Chemiker Martin Feldmann, seine Frau zu erdolchen. Seitdem hat er eine Phobie gegen scharfe Klingen und Messer. Zwanghafte Vorstellungen treiben ihn bald dazu, seinen Traum in die Tat umzusetzen. In letzter Sekunde kann er sich beherrschen und verlässt fluchtartig das Haus. Ein Psychoanalytiker schlüsselt Fellmans Traum auf, um auf den Kern des Problems zu stoßen...

Regisseur Georg Wilhelm Pabst, der in den Zwanzigerjahren als Vertreter der "Neuen Sachlichkeit" galt, drehte dieses Stummfilmdrama, dass sich an der damals noch jungen Wissenschaft der Psychoanalyse nach Sigmund Freud orientierte. Die expressionistischen Traumszenen entstanden am Tricktisch und wurden als Rückblenden, die das Unterbewusstsein verbildlichen, in die Handlung montiert. "Geheimnisse einer Seele" war ursprünglich als Kultur- und Lehrfilm für die Ufa-Kulturabteilung geplant. Pabst arbeitete hier erneut mit Werner Krauß zusammen, den er bereits in seinen beiden Regiearbeiten "Der Schatz" und "Die freudlose Gasse" besetzt hatte.