Er lebt zurückgezogen in einem weiträumigen Schloss in Niedersachsen, aber er verachtet Luxus. Künstler sind für ihn asoziale Menschen - er ist jedoch selbst einer. Er stellt alles auf den Kopf: Georg Baselitz, höchst eigenwilliger Malerfürst und seit Jahrzehnten einer der größten zeitgenössischen Künstler. Geboren 1938 im Osten Deutschlands hat er sowohl die Nachkriegszeit wie auch die deutsche Teilung unmittelbar miterlebt, sein Leben und seine Kunst sind Zeugnisse der deutschen Geschichte. 1969 begann er damit seine Bilder "auf den Kopf" zu stellen. Seinen großen internationalen Durchbruch erlebte er nach der Ausstellung seiner ersten Skulptur auf der Biennale 1980 in Venedig. Heute sind seine Werke in allen großen Museen der Welt zu sehen und werden mit bis zu siebenstelligen Summen auf dem Kunstmarkt gehandelt.

Nach ihrem ersten Portrait "Georg Baselitz - Maler" (2004) entstand zwischen der Regisseurin Evelyn Schels und dem Ehepaar Baselitz eine Freundschaft. Diese jahrelange Verbundenheit und das dadurch entstandene Vertrauen zwischen dem Künstler und der Regisseurin bilden die Basis für dieses intime Bild des Künstlers. Über einen Zeitraum von drei Jahren begleitete Schels Baselitz nach New York, Paris, Berlin sowie in seine Ateliers in Italien und am Ammersee – nie zuvor hat man Baselitz so nah, authentisch und unmittelbar erleben dürfen.



Foto: Alamode