Während sich in Deutschland der Nationalsozialismus breit macht, reist der Schriftsteller Kurt Tucholsky mit seiner Geliebten Lydia nach Schweden, wo er bei einem adligen Verehrer unterkommt. So genießt der kritische Literat auf Schloss Gripsholm den skandinavischen Sommer. Als er seinen Freund, den tollkühnen Flieger Karl einlädt, meint auch Lydia ein Freundin einladen zu können. So trifft auch bald Varieté-Sängerin Billie auf dem hochherrschaftlichen Gut ein. Während sich in Schweden ein Beziehungswirrwarr anbahnt, verschlimmert sich die politische Entwicklung in der Heimat mehr und mehr ...

Oscar-Preisträger Xavier Koller ("Reise der Hoffnung") verbindet in diesem Ausstattungsfilm biografische Begebenheiten Kurt Tucholskys mit Elementen aus dessen Roman "Schloss Gripsholm". Doch was dabei heraus ist ein gut fotografieter Langeweiler, der in keiner Minute den Zynismus des berühmten Autoren widerspiegelt. Viele Szene - vor allem die unmotivierten Kabarett-Nummern - wirken leblos und unpassend. So bleibt nur eine lahme Liebesstory.

Foto: Kinowelt