Die Enddreißigerin Merle will in Südfrankreich ihren Liebhaber Romuald besuchen. Doch vor Ort hoch über der französischen Riviera trifft sie nur auf dessen Kinder Emma und Felix, ihr Gastgeber musste kurzfristig verreisen. Merle entscheidet sich, erst mal in Romualds Traumvilla zu bleiben und die Zeit zu genießen. Dabei versucht sie vergeblich, Freundschaft mit Emma und Felix zu schließen ...

Die betont langsam inszenierte Geschichte einer Frau auf der Suche nach sich selbst ist das Langfilm-Debüt des Regisseurs und Schauspielers Nicolas Wackerbarth, Mitherausgeber der Filmzeitschrift Revolver. In symbolträchtigen Bildern ohne nennenswerte Höhepunkte oder dramatische Verdichtungen plätschert die kaum vorhandene Handlung vor sich hin, Anne Ratte-Polle in der Hauptrolle der Merle hat kaum die Möglichkeit, den Charakter ihrer Protagonistin zu entfalten. So bleiben schließlich nur die Aufnahmen der Villa in der sehenswerten Landschaft der Côte d'Azur, die den Zuschauer davor bewahren, während der Vorstellung einzuschlafen.



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