Eigentlich hätte Clemens Trunschka keinen Grund zu Klagen, doch der erfolgreiche Headhunter der Automobilbranche ist Alkoholiker. Unter seiner Sucht leiden vor allem seine Frau und die zwei Kinder. Seine Tochter Hannah beschwert sich zudem über die permanente Abwesenheit des Vaters. Als seine Frau Christine ihn auf seine Sucht anspricht, blockt er kategorisch ab. Stattdessen setzt er seine ganze Energie für einen neuen lukrativen Job ein: Er soll den weltbekannten Topmanager Steve Ringer für einen großen Automobilkonzern gewinnen. Ein Job, der nicht nur alle erdenklichen Tricks benötigt, sondern Clemens schließlich komplett aufreibt ...

Nervige Alkoholiker-Tristesse ist nicht gerade die Neuerfindung deutscher (Nicht-)Erzählkunst. Auch wenn Ulrich Tukur in der Hauptrolle einen durchaus akzeptablen Job abliefert - er bleibt allerdings der Einzige -, ist der Rest derartig klischeebehaftet, dass man eigentlich nach wenigen Minuten schon keine Lust mehr hat, dieser triefenden Langeweile in irgendeiner Weise noch zu folgen. Spitzfindige oder gar unterhaltsame Attacken gegen den zunehmenden Kapitalismus in dieser Welt sehen zumindest komplett anders aus.



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