1962 wird in Polen wird die Novizin Anna aufgefordert, ihre Tante Wanda, die noch einzige lebende Verwandte, aufzusuchen, bevor sie ihr Gelübde ablegt. Für die junge Anna wird die Begegnung mit Wanda ein besonderes Erlebnis. Denn die Tante ist eine angesehene Richterin, die ihrer Nichte nun erzählt, dass sie eigentlich Jüdin ist und ihrer wahrer Name Ida lautet. Das lang gehütete Geheimnis lässt für Anna zunächst eine Welt zusammenbrechen. Fortan hinterfragt sie ihr Dasein und ihre Berufung, will auch die Liebe kennenlernen und beginnt tatsächlich ein Verhältnis mit einem Saxofonisten ...

In spartanischen Schwarz-Weiß-Bildern wird neben einer tragischen Familiengeschichte auch von der Selbstfindung einer jungen Frau erzählt, glänzend dargestellt von Agata Trzebuchowska. Das Ganze erinnert stark an Werke der frühen Nouvelle Vague oder des Frühwerks eines Andrzej Wajda oder Roman Polanski. Der polnische Regisseur Pawel Pawlikowski begann seine Laufbahn in Großbritannien mit Filmen wie "My Summer of Love" (2004), bevor er in sein Heimatland zurückkehrte.



Foto: Arsenal