Unter "Joint Security Area" versteht man die gemeinsame Sicherheitszone von Nord- und Südkorea entlang der gemeinsamen Grenze, die unter der Kontrolle der NNSC (Aufsichtsbehörde der neutralen Nationen) steht. An der "Brücke ohne Wiederkehr", das bekannteste Bauwerk innerhalb der Zone, kommt es eines Tages zu einem tragischen Zwischenfall: Ein nordkoreanischer Soldat wird erschossen aufgefunden, der mutmaßliche Täter ist ein Soldat der Gegenseite, der schwer verwundet ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Sophie Jean, eine Schweizerin koreanischer Abstammung, soll die Hintergründe der seltsamen Tat ermitteln. Durch Gespräche mit den Beteiligten entdeckt sie, dass sich hier mehr abgespielt hat als blinder Parolengehorsam...

Mit einer brillanten Kameraarbeit und hervorragend agierenden Darstellern erzählt Drehbuchautor und Regisseur Chan Wook Park eine ungewöhnliche Geschichte von Freundschaft, fehlgeleiteter Staatsräson, übertriebenen Feindbildern und schicksalhaften Ereignissen. Denn entgegen staatlicher Befehle entdeckt ein Südkoreaner, dass auf der anderen Seite der Grenze auch nur Menschen leben, die außerdem noch die gleiche Sprache sprechen. Doch die Verbrüderung muss zwecks Status Quo geheim bleiben. Als diese jedoch entdeckt wird, ist die Katastrophe unausweichlich. Das packende, subtil inszenierte Drama, das die ganze Absurdität des Kalten Krieges offenbart, ist sicher einer der besten Filme dieses Kinojahres.