Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar gehört zu den kontroversesten Filmemachern der vergangenen 30 Jahre und wird nicht nur in seiner Heimat für sein Werk bewundert. In seinen Filmen erzählt er von Transvestiten oder alleinerziehenden Müttern.

Es sind immer wieder gescheiterte Existenzen und schillernde Außenseiter, denen das Leben dramatisch mitspielt. Groteske Situationen, kuriose Figuren und die Emanzipation der Frau sorgten gerade im konservativen Spanien für reichlich Gesprächsstoff.

Mit seinem 20. Spielfilm schlägt Almodóvar allerdings einen gemäßigteren Ton an, obwohl auch hier ein weiblicher Charakter im Zentrum steht, dessen tragisches Schicksal erschüttert und zum Nachdenken anregt.

Das Schicksal einer Frau

Protagonistin ist die Witwe Julieta (Emma Suárez), deren Tochter Antia (Blanca Parés) nach dem Tot des Vaters wegrannte und seit Jahren verschwunden ist. Julieta hat damit eigentlich abgeschlossen und plant, gemeinsam mit ihrem Partner Lorenzo (Dario Grandinetti) nach Portugal zu ziehen, als sie eine Jugendfreundin ihrer Tochter trifft und in Erfahrung bringt, wo sich ihr Sprössling zurzeit befindet.

Der kurze Kontakt wirft Julieta komplett aus der Bahn, und sie vergisst all ihre Pläne. Statt nach Portugal, zieht sie zurück in ihr altes Viertel, wo sie die schmerzhaften Erinnerungen an ihre einst glückliche Familie Revue passieren lässt.

Ein Blick in die Vergangenheit soll zeigen, wie Julieta sowohl ihren Mann als auch ihre Tochter verlor.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Julieta":