Unverwüstlich ist sie, die TV-Satire von John Landis und dem ZAZ-Team. Eine durchgehende Handlung gibt es nicht, dafür wird kräftig zwischen den Kanälen hin und her gezappt. Was da zum Vorschein kommt, ist eine wüste Mischung aus Nachrichten, Reportage, Werbung, Klatsch, Talk-Show, Kochkurs und anderen Geschmacksverirrungen.

Der Film ist längst ein Klassiker. In 20 Sketchen lässt Regisseur John Landis witzig, schamlos und boshaft das überkandidelte Angebot der amerikanischen Medienwelt Revue passieren, von der Parodie auf Karate- und Gangsterfilme über einen Ausflug ins "gefühlsaktive" Kino bis hin zum Sex vor dem Fernseher - kommentiert vom Sprecher der Nachrichten. Hauptsache es ist primitiv, billig und stets mit Sex und Action garniert: das Wunderland Fernsehen als Albtraum. MehrereJahrzehnte nach der Entstehung ist freilich das Grauen schlechthin Wirklichkeit geworden: Vieles von dem, was heute mit absolutem Bierernst als TV-Unterhaltung angepriesen wird, übertrifft die Parodie an Absurdität und Geschmacklosigkeit um ein Vielfaches.