Um ihren arbeitslos gewordenen Eltern nicht zur Last zu fallen, reißen zwei Schulkameraden während der amerikanischen Wirtschaftskrise von zu Hause aus. Auf der Suche nach Arbeit schlagen sie sich auf Güterzügen über Chicago bis nach New York durch, wo sie als Bettler auf der Straße landen. Als sie wider Willen in einen Raubüberfall verwickelt werden, endet ihre Odyssee in der Amtsstube eines verständnisvollen Richters.

Der Film ist ein schönes Beispiel dafür, wie die Warner Bros. Studios in den Dreißigerjahren auf zupackende Weise mit sozialen Fragen umgingen, in der Zeit der großen Depression und des sozialreformerischen "New Deal". Wenn Regisseur William A. Wellman dieses schreckliche Leben registriert und beschreibt, ist der Film heute so stark wie im Entstehungsjahr und ein Tiefschlag gegen jeden falschen Optimismus. Denn auch heute noch kann die Suche von Jugendlichen nach Arbeit wird zu einer Durchquerung Amerikas von West nach Ost werden. Dorothy Coonan, die hier in der Rolle der Sally zu sehen ist, beendete nach diesem Meisterwerk ihre Filmkarriere, um die Frau von Wellman zu werden. Sie blieb es bis zu dessen Tod am 9. Dezember 1975.

Foto: Warner