Transsexualität - vor knapp zehn Jahren noch ein völliges Tabuthema. Doch dieses findet immer größere Akzeptanz und Toleranz. Immer mehr Formate, unter anderem die Amazon-Serie "Transparent" kreisen um das brisante Thema.

Diesem Stoff widmete sich auch Regisseurin Gaby Dellal und setzte ihn als Tragikomödie um. Aufgrund der tollen Schauspielerleistungen der drei Protagonistinnen Elle Fanning ("Maleficent"), Naomi Watts ("King Kong") und Susan Sarandon ("The Exonerated") punktet der Film und lässt den ein oder anderen seine bislang voreingenommene Sicht auf die Dinge überdenken.

Dennoch weist der Streifen keine Ecken und Kanten auf - die Harmoniebedürftigkeit steht ganz klar im Fokus. Somit kommt keine wirkliche Spannung auf, da auch Konflikte in wenigen Zügen schon wieder vom Tisch sind.

Drei-Generationen-Story, die bewegt

Doch die Schauspieler, die sich vollends der emotionalen Geschichte hingeben, überzeugen. Allen voran Fanning, die Ray verkörpert - der eigentlich Ramona heißt. Doch die 16-Jährige fühlt sich in ihrem Körper als Mädchen fremd, sie weiß, dass sie ein Junge ist.

Optisch sieht sie schon wie einer aus - doch der Umwandlungsprozess ist nicht vollständig. Ray möchte eine Hormontherapie beginnen. Und damit fangen die Schwierigkeiten an - für Ray, ihre Mutter Maggie (Watts) und ihre Großmutter (Sarandon). Für die rechtliche Einverständniserklärung, muss Maggie zudem Kontakt zu ihrem ungeliebten Ex aufnehmen.

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