Fernab jeglicher Touristenmeilen betreibt Stavros in Athen einen kleinen Laden. Da in der Straße absolut nichts los ist, kann er mit seinen Kumpels den lieben langen Tag nur die Zeit totschlagen. Da bietet das emsige Treiben der Chinesen, die genau gegenüber von Stavros einen Laden aufbauen, fast schon hektische Abwechslung. Dann allerdings taucht ein komischer Kauz auf, der sich als Konglomerat der Namen Marx, Engels und Lenin auch noch Marengelen nennt. Stavros demenzkranke Mutter glaubt, in dem Kerl ihren verschollenen Sohn zu erkennen. Damit gerät Stavros betuliches Leben völlig aus den Fugen ...

Trotz einiger Längen gelang Regisseur Filippos Tsitos eine skurrile Komödie mit schrulligen Typen und viel Herz. Er taucht mit der Kamera in jenen Mikrokosmos einer offenbar beliebigen Straße und porträtiert einen scheinbar wahllosen Alltag. Damit liefert er gleichzeitig (vermutlich unbewusst) eine Bestandsaufnahme des griechischen Verständnisses von Ökonomie.



Foto: Neue Visionen