In einer Stadt, in der die Bürger ihre Stimme verloren haben, will ein sinistrer Fernsehimpresario die Macht an sich reißen. Seine Sendungen lullen die Bevölkerung ein, eine Sängerin dient dabei als Hauptattraktion. Doch er hat seine Rechnung ohne einige wenige Aufrechte gemacht: Ein Fernsehmechaniker flieht mit seiner kleinen Tochter in die Berge, ihnen steht der augenlose Sohn der Sängerin bei. Von einem alten Sendezentrum aus wollen sie der Massenhypnose entgegenwirken.

Der ungewöhnliche Sciencefiction-Film steht in der Tradition des Stummfilms und des deutschen Expressionismus und thematisiert die Sprachlosigkeit einer gleichgeschalteten Gesellschaft. Mit intensiven Schwarzweißbildern, originellem Set-Design und bizarren Charakteren gelingt dem argentinischen Regisseur eine stringente Erzählung von erstaunlichem Schau- und Unterhaltungswert. Esteban Sapir, 1967 in Buenos Aires geboren, arbeitet seit Mitte der Neunzigerjahre als Kameramann, Regisseur und Drehbuchautor.