Einst lieferte sich der Sizilianer Vincenzo, kurz Enzo genannt, einen blutigen Schusswechsel mit der Polizei. Dafür musste er für 14 Jahre in den Knast. Nun ist er wieder in Freiheit und kehrt in die Hafenstadt Genua zurück, in die er einst mit seinem Vater kam und die ihm zur zweiten Heimat geworden ist. Dort wartet seine transsexuelle Lebensgefährtin Mary, nachdem die beiden viele Jahre über Briefe und gesprochene Nachrichten beinahe täglich miteinander kommuniziert haben ...

Dem 1976 im kampanischen Caserta geborenen Filmemacher Pietro Marcello gelang mit "La Bocca Del Lupo" nicht nur das sensibel gezeichnete Porträt der ungewöhnlichen Liebe zwischen Enzo und Mary, sondern auch eine poetische wie melancholische Liebeserklärung an das alte Hafenviertel von Genua, das nach und nach weiter verschwinden wird. Dabei nutzt Marcello gekonnt historisches Archivmaterial, um in ungewöhnlichen Bildern den Wandel und Zerfall eines ganzen Viertels zu zeigen. Marcello wurde für seine außergewöhnliche Regiearbeit mehrfach ausgezeichnet: 2009 gewann er den FIPRESCI-Preis und den Preis der Stadt Turin auf dem Turiner Filmfestival, 2010 folgten der Caligari Film Award und der Teddy-Preis der Berliner Filmfestspiele.



Foto: Arsenal Institut