Das schwule Pärchen Ruben und Teemu lebt in dem finnischen Dörfchen Oulu wie im Paradies. Bis eines Morgens Briefträger Ruben mit dem Empfänger einer Postsendung in Zwist gerät. Der sonst freundliche Kunde weigert sich standhaft, den Brief, der eine sehr hohe Geldsumme enthält, anzunehmen. Ein Wort gibt das andere - bis der Empfänger plötzlich einem Herzinfarkt erliegt. Ruben steckt kurzerhand das Geld ein und schildert wieder zu Hause Teemu die Herkunft des unerwartet Geldsegens. Doch dessen Reaktion fällt anders aus, als Ruben gedacht hat, denn kurzerhand setzt Teemu ihn vor die Tür. Ruben bleibt nichts anderes übrig, als bei seiner jüdischen Familie in Paris um Unterschlupf zu bitten. Doch dort tritt er von einem Fettnäpfchen ins nächste …

Dieser temporeiche Spaß mit reichlich übertriebener Situationskomik ist das Kino-Regiedebüt des aus Marseille stammenden Filmemachers Mikael Buch, das er nach einem Drehbuch von Christophe Honoré ("Die Liebenden", "Das schöne Mädchen", "Der Tag, der alles veränderte", "Chanson der Liebe") inszenierte. Im Stil der Grotesken des frühen Pedro Almodóvar in Szene gesetzt, dessen Muse Carmen Maura in die Rolle der Mutter des schwulen Briefträgers schlüpfte, kommen einige Gags aber zu überzogen-unwahrscheinlich daher. Gelungen sind dagegen die ironischen Spitzen auf schwules und jüdischen Leben. Allerdings hat man thematisch ähnlich gelagerte Komödien, wenn auch nicht über eine homsexuelles Pärchen, schon dutzendfach im Kino oder Fernsehen gesehen.



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