1931 verfolgt A.O. Neville in der westaustralischen Provinz konsequent seine Rassenpolitik. Da er glaubt, dass man aus Mischlingskindern die Aborigines-Eigenheiten über wenige Generationen wieder heraus bekommt, trennt er alle von ihren Eltern und steckt sie in eigens dafür angelegte Heime. Als die drei Mädchen Molly Craig Daisy und Gracie Opfer dieser Politik werden und in ein mehr als 2000 Kilometer entferntes Heim gebracht werden, kennen die Kinder bald nur noch einen Wunsch: Sie wollen nach Hause. Auf ihrer Flucht orientieren sie sich die Drei an dem Zaun, der zum Schutz vor Kaninchen das halbe Land durchzieht. Doch dies bemerken bald auch die Verfolger...

Philip Noyce meldet sich nach seinen Hollywood-Action-Ausflügen mit diesem finsteren Kapitel aus der Geschichte seines Heimatlands zurück. Das ergreifende Schicksal der Protagonisten inszeniert Noyce fast sachlich. Tolle Landschaften, starke Darsteller - auch Kenneth Branagh als überzeugter Rassist, der nur in den besten Absichten zu handeln glaubt - und eine faszinierende Geschichte bescheren ein absolutes Überraschungswerk.

Foto: Arsenal